Eigenkapitalquote

von | Sep 29, 2021

Eigenkapitalquote – das sollten Sie wissen!

Wenn Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, ist die Finanzierung über einen Kredit oft unumgänglich. Banken und Kreditinstitute werden hierbei mit Ihnen über die Eigenkapitalquote sprechen, um ihr eigenes Vermögen mit in die Immobilienfinanzierung hineinzubringen. Gerade private Käufer und Bauherren wissen wenig über diese spezielle Quote und die Bedeutung von Eigenkapital bei der Hausfinanzierung.

Im Folgenden haben wir alle wichtigen Informationen zum Thema Eigenkapitalquote für Sie zusammengestellt.

Was genau ist mit Eigenkapitalquote gemeint?

Ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu finanzieren, kostet ein kleines Vermögen. Gerade für Privatpersonen ist es nicht möglich, einen fünf- oder sechsstelligen Eurobetrag einfach so von ihrem Girokonto zu zahlen. Der Abschluss eines Kredits ist nötig, selbst wenn mehr oder weniger privates Vermögen für die Immobilienfinanzierung bereitsteht.

Die Eigenkapitalquote gibt an, wie viel eigenes Vermögen genau in die Finanzierung der Immobilie eingebracht wird. Hierzu ein Beispiel: Sie möchten eine Eigentumswohnung im Wert von 100.000 Euro kaufen. Aus Ihrem privaten Vermögen können Sie 10.000 Euro für die Finanzierung nutzen, über die verbleibenden 90.000 Euro schließen Sie einen Kredit ab.

In dieser Situation liegt die Eigenkapitalquote bei 10 %. Schließlich können Sie 10.000 Euro von den benötigten 10.000 Euro als Eigenkapital aufbringen. Je höher die Quote ist, umso geringer ist das Darlehen, das Sie für den Immobilienkauf abschließen müssen.

Welchen Einfluss hat die Quote auf den Immobilienkredit?

In früheren Jahrzehnten haben Banken und Kreditinstitute eine Eigenkapitalquote von wenigstens 20 % eingefordert. War dies nicht möglich, kam der gewünschte Immobilienkredit nicht zustande. Die Zeiten haben sich geändert, heute können Sie auch Kredite ohne eine solch hohe Kapitalquote abschließen.

Es ist trotzdem ratsam, möglichst viel Kapital in die eigene Immobilienfinanzierung einzubringen. Hierdurch reduzieren Sie die Höhe des Kredits, den Sie für den Kauf oder Bau benötigen.

Je niedriger der Kreditbetrag ausfällt, umso geringer ist das Vergaberisiko für das Kreditinstitut. Dies wird im Regelfall durch günstigere Kreditzinsen belohnt, so dass Sie Ihr Darlehen preiswerter abschließen oder mit einer kürzeren Laufzeit zurückzahlen können.

Wie hoch sollte die Eigenkapitalquote sein?

Auch wenn eine Quote von 20 % oder mehr für den Kreditabschluss nicht zwingend vorgeschrieben ist, sollte sie als Richtwert für das Eigenkapital angesehen werden. Ansonsten gilt: Je höher die Eigenkapitalquote, umso besser. Schließlich sinkt mit jedem Euro Eigenkapital der Kreditbedarf und die Kreditkonditionen fallen im Durchschnitt günstiger aus.

Die Eigenkapitalquote lässt sich nicht alleine durch höheres Privatvermögen steigern. Genauso kann der benötigte Kapitalbedarf nach unten korrigiert werden.

Auch hierzu ein Beispiel:
Bei einem privaten Vermögen von 10.000 Euro und einem Immobilienwert von 100.000 Euro liegt die Quote bei 10 %. Plant der Kreditnehmer stattdessen, eine Immobilie mit einem maximalen Wert von 80.000 Euro zu kaufen, steigt die Quote auf 12,5 %.

Ist eine Finanzierung ohne Eigenkapital möglich?

Immer mehr Banken und Kreditinstitute werben mit einer Immobilienfinanzierung mit einer Eigenkapitalquote von 0 %. Gesprochen wird hier von einer Vollfinanzierung. Dies soll Personen den Kauf einer Immobilie ermöglichen, selbst wenn ein kleines Vermögen zur Investition in Haus oder Wohnung fehlt.

Bei einer Vollfinanzierung ist genau zu überlegen, ob der Kreditnehmer das Risiko eingehen möchte. Hier ist ein seriöser Kreditpartner entscheidend, der die Chancen und Risiken einer Vollfinanzierung aufzeigt. Eine Prüfung der finanziellen Situation im Einzelfall ist wichtig, beispielsweise ob ein sehr regelmäßiges und sicheres Einkommen vorliegt.

Wie genau ist das Eigenkapital einzubringen?

Wenn Laien in Finanzfragen von Eigenkapital hören, wird schnell an eine Überweisung von Geld auf dem Girokonto gedacht. Es muss jedoch nicht Guthaben auf einem Konto sein, das Sie als Eigenkapital einbringen.

Weitere Vermögenswerte können Sie für die Finanzierung nutzen und Ihrem Finanzpartner nachweisen, dass Sie über Eigenkapital zur Absicherung des Darlehens verfügen. Hierzu gehören beispielsweise:

– Aktien und andere Wertpapiere
– bereits bestehende Immobilien
– Wertsachen aller Art
– Lebensversicherungen

Vor dem Vertragsabschluss sollten Sie in Ruhe mit Ihrem Finanzpartner absprechen, was dieser zur Erhöhung Ihrer Eigenkapitalquote akzeptiert und wie genau Sie dieses Vermögen in die Finanzierung einbringen.

Wie lässt sich die Quote erhöhen?

Grundsätzlich gibt es zwei Strategien, um mehr Eigenkapital in ein Immobilienprojekt einzubringen. Zum einen lässt sich überprüfen, welche Vermögenswerte neben dem Guthaben auf eigenen Konten zur Verfügung steht.

Sachwerte, Versicherungen & Co. können für die Kreditabsicherung genutzt werden. Kommt es zu Schwierigkeiten bei der Tilgung, wird auf diese Sicherheiten zurückgegriffen, was Einfluss auf das weitere Leben nimmt. Die Konsequenzen sind immer individuell zu überdenken.

Zum anderen können sprichwörtlich kleinere Brötchen gebacken werden, wenn es um die Immobilienplanung geht. Je geringer der Gesamtwert der Wunschimmobilie ist, umso höher fällt die Eigenkapitalquote bei gleicher Höhe des Vermögens aus.

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